28 Jul

Kiefergelenk und Co.

Beschwerden rund um das Kiefergelenk sind unangenehm und schränken die Lebensqualität des Betroffenen oft deutlich ein.
Oft ist es aber auch gar nicht das Gelenk selbst, das die Beschwerden bereitet, sondern die umgebende Muskulatur sowie Bänder, Sehnen und Kapselstrukturen.
Die Ursachen für solche Symptome werden gern im Gebiss gesucht. Gelegentlich liegen sie auch dort. Meist ist es aber die Summe vieler Faktoren, die die Beschwerden auslösen.
Ganz oben in der Rangliste stehen muskuläre Fehlfunktionen und Stress.
Dann erst Folgen Zahn- und Kieferfehlstellungen.

Stress und muskuläre Fehlfunktionen werden wiederum oft dadurch begünstigt, dass der Körper nicht ausreichend mit Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien und Proteinen versorgt ist.
Auch ein allgemeiner Bewegungsmangel wirkt sich negativ aus.

So ist es nicht verwunderlich, dass Schienen als Therapeutikum allein oft nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Deshalb sind neben einer gründlichen Untersuchung immer ein ausführliches anamnestisches Gespräch und oft eine Blut-Labor-Analyse hilfreich.

Weitere Informationen erhalten Sie gern in unserer Praxis.

28 Jul

Neue Behandlung mit herausnehmbaren Schienen

In der Kieferorthopädie sind herausnehmbare und festsitzende Spangen seit langem bekannt.
Es gibt allerdings auch Systeme, die moderner sind.
Dies sind Behandlungen mit durchsichtigen und herausnehmbaren Schienen.
Solche Apparaturen gibt es basierend auf unterschiedlichen Technologien und von verschiedenen Herstellern.
Geeignet sind diese Geräte zur Behandlung von kleineren/kosmetischen Abweichungen zum Beispiel im Frontzahnbereich.
Deshalb sind es in der Regel Privatleistungen.
Wir arbeiten mit dem System accusmile von der Firma Forestadent.

Hier erfolgt die computergestützte Herstellung der Therapieschienen mit Hilfe von 3D-Scannern und 3D-Druckern. Die Therapieplanung allerdings erfolgt nicht in einem Labor, sondern liegt direkt in der Hand Ihres erfahrenen Therapeuten.

Vor allem für Erwachsene Patienten stellt dieses System eine interessante Alternative dar.
Fragen Sie uns nach Ihren Möglichkeiten!

28 Jul

Warum zahlt die Kasse nicht?

Immer wieder werden wir gefragt, warum bestimmte Behandlungen von der gesetzlichen Krankenkasse nicht bezahlt werden.
Die Antwort muss immer wieder die gleiche sein.
Weil es vom Gesetzgeber so festgelegt wurde.
Krankenkasse und Behandler sitzen da im selben Boot und müssen sich an die geltenden Gesetze halten.
Dabei ist es nicht so, dass Behandlungen, die nicht übernommen werden, medizinisch nicht erforderlich sind. Sie stehen nur nicht im Leistungskatalog.
Ein Beispiel sind Funktionsbehandlungen und dazu gehörende Untersuchungen, also alles rund um Kiefergelenk und Kaumuskulatur.
Das ist natürlich für betroffene Patienten schwer zu verstehen. Aber es ist leider so.
Geregelt ist das Ganze im Sozialgesetzbuch V.
Nachfolgend haben wir den Paragraphen 28 für Sie angefügt.

§ 28 Ärztliche und zahnärztliche Behandlung , SGB V

(1) Die ärztliche Behandlung umfaßt die Tätigkeit des Arztes, die zur Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten nach den Regeln der ärztlichen Kunst ausreichend und zweckmäßig ist. Zur ärztlichen Behandlung gehört auch die Hilfeleistung anderer Personen, die von dem Arzt angeordnet und von ihm zu verantworten ist. Die Partner der Bundesmantelverträge legen bis zum 30. Juni 2012 für die ambulante Versorgung beispielhaft fest, bei welchen Tätigkeiten Personen nach Satz 2 ärztliche Leistungen erbringen können und welche Anforderungen an die Erbringung zu stellen sind. Der Bundesärztekammer ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
(2) Die zahnärztliche Behandlung umfaßt die Tätigkeit des Zahnarztes, die zur Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten nach den Regeln der zahnärztlichen Kunst ausreichend und zweckmäßig ist; sie umfasst auch konservierend-chirurgische Leistungen und Röntgenleistungen, die im Zusammenhang mit Zahnersatz einschließlich Zahnkronen und Suprakonstruktionen erbracht werden. Wählen Versicherte bei Zahnfüllungen eine darüber hinausgehende Versorgung, haben sie die Mehrkosten selbst zu tragen. In diesen Fällen ist von den Kassen die vergleichbare preisgünstigste plastische Füllung als Sachleistung abzurechnen. In Fällen des Satzes 2 ist vor Beginn der Behandlung eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Zahnarzt und dem Versicherten zu treffen. Die Mehrkostenregelung gilt nicht für Fälle, in denen intakte plastische Füllungen ausgetauscht werden. Nicht zur zahnärztlichen Behandlung gehört die kieferorthopädische Behandlung von Versicherten, die zu Beginn der Behandlung das 18. Lebensjahr vollendet haben. Dies gilt nicht für Versicherte mit schweren Kieferanomalien, die ein Ausmaß haben, das kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen erfordert. Ebenso gehören funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen nicht zur zahnärztlichen Behandlung; sie dürfen von den Krankenkassen auch nicht bezuschußt werden. Das Gleiche gilt für implantologische Leistungen, es sei denn, es liegen seltene vom Gemeinsamen Bundesausschuss in Richtlinien nach § 92 Abs. 1 festzulegende Ausnahmeindikationen für besonders schwere Fälle vor, in denen die Krankenkasse diese Leistung einschließlich der Suprakonstruktion als Sachleistung im Rahmen einer medizinischen Gesamtbehandlung erbringt. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(3) Die psychotherapeutische Behandlung einer Krankheit wird durch Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (Psychotherapeuten), soweit sie zur psychotherapeutischen Behandlung zugelassen sind, sowie durch Vertragsärzte entsprechend den Richtlinien nach § 92 durchgeführt. Spätestens nach den probatorischen Sitzungen gemäß § 92 Abs. 6a hat der Psychotherapeut vor Beginn der Behandlung den Konsiliarbericht eines Vertragsarztes zur Abklärung einer somatischen Erkrankung sowie, falls der somatisch abklärende Vertragsarzt dies für erforderlich hält, eines psychiatrisch tätigen Vertragsarztes einzuholen.
(4) (weggefallen)